Museo Civico Diocesano
Tropea
Zwischen Gemaelden, Monstranzen und Gewaendern laesst eine silberne Form Elena erschauern: Grossvaters Laterne gibt es wirklich.
© Benjamin Smith · CC BY-SA 4.0 — Wikimedia CommonsElena und die Crew treten durch die Tuer des Stadt- und Dioezesanmuseums von Tropea, nur wenige Schritte von der Kathedrale entfernt, wo die sakrale Kunst der Dioezese Jahrhunderte der Frommigkeit versammelt. Die Saele bewahren alte Gemaelde, getriebenes Silber, Kelche, Monstranzen, Prozessionskreuze und in Gold bestickte Gewaender, Gegenstaende, die die Glaeubigen einst durch die Gassen der Altstadt trugen. Waehrend Elena eine Vitrine betrachtet, haelt ihr Finger an einem Detail inne: In einem Gemaelde, neben einem Heiligen, glaenzt die Form einer silbernen Lampe mit geschwungenem Griff, genau wie jene, die ihr Grossvater in sein Tagebuch zeichnete. Es ist keine Fantasie: Die Silberne Laterne hat sogar in der Kunst der Stadt eine Spur hinterlassen. Vittorio Wellenhand, so sagt man, entzuendete sie auf dem Felsen, um die Fischer durch den Sturm zu fuehren, und jemand wollte sie unter den heiligen Werken bewahren. Die Legende nimmt Gestalt an, und mit ihr die Ahnung, wo zu suchen ist: "wo das Meer die Kirche kuesst". Das Museum, neben dem Dom, verlangt einen symbolischen Eintritt von etwa funf Euro, doch der Crew ist er jede Muenze wert: Jedes gespiegelte Silber ist ein Hinweis. Elena zeichnet die Form in ihr Notizbuch, das Herz pochend, und versteht, dass Grossvaters Werk kein Traum war, sondern eine halb hinterlassene Karte.
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